Kapverden

Freitag 22.09.2017

 

Klima/Wetter

 
Wetter Azoren

Die Azoren als „Wetterküche Europas“ halten für Urlauber klimatisch gesehen eine recht ausgewogene Kost bereit. Es wird weder unangenehm heiß noch empfindlich kalt. Allerdings sollten sich Gäste die meiste Zeit des Jahres auf ein Wechselbad der Gefühle einstellen, denn das Wetter ändert sich mitunter mehrmals täglich. Schlagen Regenschauer morgens noch aufs Gemüt, lacht wenig später schon wieder die Sonne vom strahlend blauen Himmel. Kurzum: Gäste können auf den Azoren vier Jahreszeiten an einem Tag erleben, wobei Schneeflocken eher die absolute Ausnahme und meist nur auf den Bergen zu finden sind.

Die Durchschnittstemperaturen

Im Sommer klettert das Thermometer selten auf Werte oberhalb von 25 Grad Celsius, im Winter sind es etwa zehn bis 15 Grad. Relativ mild präsentieren sich auch das Frühjahr und der Herbst. Von Insel zu Insel sind diesbezüglich nur marginale Unterschiede festzustellen. Die mittlere Tiefsttemperatur auf São Miguel und Santa Maria, die die Ostgruppe bilden, liegt bei 10,8 Grad. Terceira, Graciosa, Faial, Pico und São Jorge – die Zentralgruppe – kommen auf 11,0 Grad, Flores und Corvo (Westgruppe) auf 11,6 Grad. Der mittlere Höchstwert auf der West- und der Ostgruppe sind 25,7 Grad im August. Die Zentralgruppe erreicht im Hochsommer im Schnitt 24,4 Grad.

Die gefühlten und die Wasser-Temperaturen

Die nackten Zahlen an sich sagen allerdings nur wenig aus. Gerade im Sommer sorgt die feuchtwarme Luft für eine wesentlich höhere gefühlte Temperatur, wohingegen man die Wintermonate aufgrund der starken Winde als deutlich kälter empfindet. Gleiches gilt, wenn man sich in den Bergen bewegt und plötzlich Nebel aufzieht. Touristen, die sich gerne am Meer aalen, dürfen sich auf Wassertemperaturen von 15 bis etwa 22 Grad einstellen.

Die ideale Reisezeit

Anhand der Wetterbedingungen auf den Azoren eine ideale Reisezeit festzumachen, ist relativ schwer. Es kommt darauf an, was man vorhat. Die Zeit Juli bis September gilt als optimal für den Badeurlaub, insbesondere aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit. Dann sorgt ein Abstecher in die Wellen für die nötige Abkühlung. Aktivurlaub mit Wandern und Radfahren bietet sich im Mai und im Juni sowie im September und im Oktober an. Dann sind die Temperaturen – auch die des Wassers – angenehm und muss nicht gleich der Pullover aus dem Koffer geholt werden. Wer sich hingegen für den Winter entscheidet, sollte schon etwas hartgesottener oder zumindest bereit sein, nach den Nischen zu suchen, wo man sich windgeschützt sonnen kann.

Übrigens: Die Azorenhochs, die dem europäischen Festland, so auch der Bundesrepublik, sonnige Tage bescheren, wirken sich nicht auf das Klima der Inselgruppe aus. Sie entstehen zwar in der Nähe des Archipels, haben aber keinen bzw. kaum Einfluss auf die Temperaturen auf den Inseln.