Kapverden

Sonntag 19.11.2017

 

Insel São Miguel

 
Azoren Sao Miguel

São Miguel - die Touristische

Landschaftlich reizvoll und touristisch bestens erschlossen präsentiert sich die größte Azoren-Insel São Miguel. Wenngleich sie nicht mit dem typischen Charme der Nachbarinseln aufwarten kann, was schlichtweg an der Größe und der Einwohnerzahl liegt, bietet sie Gästen alle nur erdenklichen Möglichkeiten und Annehmlichkeiten: vom Wanderurlaub über gemütliche Stunden an einem der langen Sandstrände bis hin zu Wassersport und Kultur. Auf ihre Kosten kommen dabei vor allem Naturliebhaber. An der Küste wechseln sich schroffe Felsformationen und Strände ab, während im Inselinneren Bäche, Kraterseen, Naturschutzgebiete, Ananasplantagen, Teefelder, Berge und Vulkankegel das Bild prägen.

 
Ponta do Cintrao
Azoren Sau Miguel Insel

Die Hauptstadt

Start- und Zielort eines jeden Urlaubs ist die Inselhauptstadt Ponta Delgada. Hier befindet sich der Inselflughafen João Paulo II., der 1991 errichtet und bis 2011 grundlegend modernisiert wurde. Alternativ kann São Miguel mit dem Schiff angesteuert werden. Auch diesbezüglich führt kein Weg an Ponta Delgada vorbei.

Eine der neuesten Errungenschaften ist der Anlegesteg für Kreuzfahrtschiffe, Portas do Mar. Die Stadt an sich gilt nicht unbedingt als Perle der Insel, kann sich trotz der baulichen Makel aber durchaus sehen lassen. An Hotels, Restaurants und Bars sowie Freizeitaktivitäten wie Golf, Reiten, Paragliding und Hochseeangeln mangelt es nicht. Wer eher Kultur tanken möchte, dem empfiehlt sich ein Besuch im Museu Carlos Machado und in den Kirchen der Stadt, zum Beispiel im Convento de Nossa Senhora da Esperança. Dabei lohnen sich auch Abstecher in die großen Parkanlagen mit ihren exotischen Pflanzen: Jardim do Palãcio des Sant'ana und Jardim José do Canto.

 
Ribeira Grande
Azoren Sao Miguel

Kulinarische Genüsse und malerische Buchten

Nutzt man Ponta Delgada, das im Südwesten der Insel gelegen ist, als Ausgangspunkt für den Urlaub auf São Miguel, hat man die Qual der Wahl. Die zweitgrößte Stadt - wenngleich sie eher einem Städtchen mit 10.000 Einwohnern gleicht - ist Ribeira Grande. Sie befindet sich an der Nordküste und ist 18 Kilometer von der Hauptstadt entfernt. Hier sollten sich Touristen auf jeden Fall den Maracuja-Likör schmecken lassen, möglichst direkt in der Destillerie. Die Früchte werden fast ausschließlich angebaut, um dann hochprozentig verarbeitet zu werden.

 
Azoren Lagoa Sao Miguel

Kulinarisch interessant ist Lagoa. Urlauber sind gut beraten, dem Beispiel der Insulaner zu folgen und sich in den Restaurants eines der vielen Fischgerichte schmecken zu lassen. Verbinden lässt sich die Tour mit einem Besuch der Keramikmanufaktur, in der unter anderem die für die Azoren typischen Kacheln, die Azulejos, gefertigt werden. Deutlich mondäner geht es in Caloura zu. Doch die Villen sollten nicht den Blick für das Wesentliche trüben. Das wäre zum einen der Fischerhafen, zum anderen die malerische Sandbucht. Über die schönsten Sandstrände verfügt aber nach wie vor Praia. Einziger Wermutstropfen ist die Straße, die direkt am Strand entlang führt.

 
Igrea Agua de Pau
Igrea Agua de Pau Azoren

Reich verzierte Kirchen und Kapellen

Die einstige Hauptstadt der Insel, Vila Franca do Campo, wiederum zeichnet sich durch die kleinen Gassen, die Cafés und ihre Architektur aus. Der Ort, der 1522 durch ein Erdbeben komplett zerstört wurde, erstrahlt längst im neuen Glanz. Das gilt auch für die dreischiffige Igreja Matriz. Sie ist dem Erzengel Michael geweiht. Jedes Jahr am ersten Sonntag nach dem 8. Mai startet hier eine farbenprächtige Prozession aller Berufsgruppen. Oberhalb der Stadt befindet sich die Kapelle Ermida da Nossa Senhora da Paz. Der Bau stammt aus dem 16. Jahrhundert und geht auf eine Marienerscheinung zurück.

 
Azoren Sao Miguel Natur

Natur erleben

Natürlichen Ursprungs sind die landschaftlichen Kleinode von São Miguel. Hervorzuheben sind vor allem die beiden Vulkanseen Lagoa Azul und Lagoa Verde im Westen der Insel. Den besten Überblick über das Areal hat man vom Visto de Rei aus. Die Dörfer in dieser Region sind von Landwirtschaft geprägt. Viele Häuser verfügen daher noch über die auf Stelzen stehenden Getreidespeicher. Ähnlich verhält es sich am Lagoa do Fogo, wo sich alle Reize der Insel vereinen: Wiesen, ein schimmernder See, Strände und in der Ferne der Schein des Meeres. Es macht sich also durchaus bezahlt, nicht nur in der Hauptstadt zu verweilen, sondern die Insel Stück für Stück zu erkunden, um ihre wahre Schönheit zu erleben.